Phototherapeutische
Keratektomie (PTK)
Hauptindikationen für eine PTK sind eine Rezidivierende Hornhauterosio (verletzungsbedingter Epitheldefekt der Hornhaut des Auges) oder aber oberflächliche Hornhautnarben.
In beiden Fällen erfolgt die Behandlung nach Entfernen des Epithels durch den Abtrag oberflächlicher Gewebeschichten mittels Laserstrahlen.
Rezidivierende Hornhaut-Erosionen
Bagatelltraumata (z. B. Verletzungen durch einen Fingernagel oder Zweig) verursachen Defekte in der schmerzempfindlichen oberen Hornhautschicht (Epithel). Diese Risse oder Lockerungen verursachen oft über Tage oder Wochen unerträgliche Schmerzen, die auch mit Salben oder einer Verbandslinse nur zeitweise zu lindern sind.
Oberflächliche Hornhautnarben und Hornhautdegenerationen
Narben oder Trübungen der Hornhaut können zu Sehminderung und verstärkter Blendung führen. Durch den Abtrag der oberen Hornhautschichten mittels Lasers können diese Schädigungen entfernt und damit eine deutliche Verbesserung der Beschwerden oder der Sehschärfe erzielt werden – bei einer PTK erfolgt jedoch keine refraktive Zielstellung.
Voraussetzung für die Behandlung ist eine ausreichende Hornhautdicke.
Behandlungsablauf & Heilungsphase
Die PTK gilt heute als die einzige stabile Behandlungsmethode bei rezidivierender Hornhauterosion.
Die OP wird in örtlicher Betäubung (durch Augentropfen) durchgeführt, die Patienten erhalten zusätzlich ein Beruhigungsmittel.
Unter dem Operationsmikroskop wird das (lockere) Epithel mit dem Excimerlaser großflächig entfernt und anschließend die Bowmansche Membran (zweite Schicht der Hornhaut) angeraut, damit das Hornhautepithel wieder fest an- und nachwachsen kann.
Nach der Laserbehandlung wird eine „Verbands“-Kontaktlinse auf das Auge gelegt, unter der die Operationswunde innerhalb weniger Tage verheilt. Während dieser Zeit können manchmal z. T. stärkere Schmerzen trotz Verbandslinse und Augentropfen auftreten. Das Sehen ist verschwommen. Diese Beschwerden klingen nach einigen Tagen ab.
Die PTK-Operation ist eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung.



